Wednesday, June 28, 2006

Back Link Joan Anderson, Spaziergang am Meer

crx aus luebeck, germany

Hallo, mein Name ist Caterina. Ich habe vor drei Jahren eine kleine Buchhandlung in Lübeck eröffnet und Lia hat mich gebeten, ab und zu einen Beitrag für die Bücherecke des ROTEN ZELTES zu schreiben. Da mir die Idee dieser Internetseite sehr gut gefällt, will ich es gern versuchen. Als Erstes ist mir sofort folgendes Buch als wunderbar passend eingefallen:

Joan Anderson
Spaziergang am Meer

Joan Anderson verabschiedete sich für ein Jahr von Alltag und Ehe und verbrachte diese Zeit in einem Cottage auf Cape Cod. Diese Auszeit beschrieb sie selbstkritisch und ohne zu beschönigen, in tagebuchartigen Aufzeichnungen, die stark an Anne Morrow Lindberghs „Muscheln in meiner Hand“ erinnern, in „Ein Jahr am Meer“. Hier nun erzählt sie die Geschichte einer außergewöhnlichen Freundschaft. Bei einem Spaziergang am Strand lernt sie zufällig die über neunzigjährige Joan Erikson, Ehefrau des berühmten Psychoanalytikers Erik Erikson, kennen. Die beiden Frauen finden rasch gefallen aneinander und tauschen sich über ihr Leben, über ihre Sorgen, Wünsche und Hoffnungen aus. Joan Erikson, die mehr vom Handeln als von weisen Ratschlägen hält, gibt viel von ihrer Lebensklugheit weiter. Sie erinnert Anderson daran, wie wichtig es ist, nicht stehen zu bleiben, sondern ein Leben lang bereit zu sein zu lernen, sich zu verändern, und vor allem sich eine spielerische Herangehensweise an die Herausforderungen des Lebens zu bewahren.

Freundschaften, nicht nur im gleichen Alter, sondern gerade auch sowohl mit Älteren als auch mit Jüngeren, zu pflegen, finde ich sehr wichtig. Unter Gleichaltrigen ist man oft in ähnlichen Lebenssituationen und –phasen und kann sich daher sicher gut austauschen; hat oft gleiche Erfahrungen und Lebensumfelder. Durch Gespräche mit Älteren kann man aus einem viel größeren Erfahrungsschatz profitieren, kann vergleichen, wie sich Vieles an Ansichten und Gegebenheiten im Laufe der Jahre verändert hat. Dies gilt in beide Richtungen. Durch den Dialog mit Jüngeren bleibt man „up to date“. Auch hier erfährt man, dass mit einer Situation vielleicht ganz anders umgegangen wird, als man es selbst im gleichen Alter getan hätte.
Man kann sich gegenseitig unterstützen und helfen und erhält bei Sorgen, Problemen oder auch einfach bei Gesprächen zu allen möglichen Themen Anregungen und Lösungsvorschläge aus ganz unterschiedlichen Perspektiven.

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